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Bei den Kumanis


 
   

Hochzeit

Wegen unseres Jobs hatten wir absolut keine Zeit, die Wäsche oder uns selber zu waschen. Uns das heisst was. An der Hochzeit können wir als einzige Weisse nicht als Penner erscheinen, also suchen wir die letzten sauberen Kleider aus dem Rucksack und vollziehen morgens um 6 Uhr eine Katzenwäsche inkl. Rasur auf dem Mäuerchen vor dem Restaurant. Sie sieht in ihrem Kumani-Sari, den Bangles und dem Bindi stilecht aus und auch ich hoffe mit meiner Seidenkurta und den sauberen schwarzen Hosen nicht wie ein Waldgeist auszusehen.

Wir brauchen gute anderthalb Stunden, um die kleine Siedlung im Tal zu Fuss und per Jeep zu erreichen. Wem wir auch begegnen, jeder strahlt uns wegen unseres Outfits an, vorallem natürlich wegen ihres Saris, der bei der Bevölkerung für aufsehen sorgt. Von weitem schon hören wir die Musik, die uns schon seit Tagen unüberhörbar ankündet, dass die Hochzeitswochen begonnen haben. Hindus können nämlich nicht das ganze Jahr über heiraten, deshalb finden während vier Perioden im Jahr eine Hochzeit nach der anderen statt. Jedenfalls geht uns das getrommele und geblase mittlerweile ganz schön auf den Wecker. Das klingt jeweils, als ob an jeder Ecke eine schlechte Guggenmusik mit Besoffenen Amateuren plärren würde.

Wir werden von einer bunten Schar von Hochzeitsgästen herzlichst aufgenommen. Es ist fast schon peinlich, wie durch unser Erscheinen die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Geschehen abgelenkt wird. Sogar der Bräutigam, umringt von Fraün in prächtigen golden-roten Gewändern, behangen mit unmengen massiven Goldschmucks wie Prinzessinen, blickt von der laufenden Zeremonie auf, um uns mit breitem Lächeln und gefalteten Händen ein Namaste rüberzuschicken. In seinem niegelnagelneün beigen Anzug mit Kravatte aus den frühen 90er Jahren und den goldenen Spitzhut mit glitzernden Girlanden wirkt er irgendwie fehl am Platz. Wie sehr stehen doch die phantasielos westlich gekleideten Männer im Konstrast zu den grenzenlos farbigen und festlichen Gewändern der Damen. Einige ältere Gentleman sind im traditionellen Kurta-Pijama mit gefütterter Weste aus edlen Stoffen und Neru-Mütze gekleidet und strahlen eine natürliche Autorität aus. Die Gesellschaft lässt erkennen, dass wir uns an einer Hochzeit der Krieger-Kaste befinden. Braut und Bräutigam wurden in einem komplizierten Verfahren zusammengeführt. Dabei spielte nicht nur das Horoskop und sozialer Stand eine Rolle, auch die Zugehörigkeit zum entsprechenden Unterkaste, in diesem Fall der der Methas, ist ein unabdingbares Muss. Der Bräutigam hat die Braut vor der Hochzeit zweimal kurz gesehen und kaum mit ihr gesprochen. Der Rest der Hochzeitsgesellschaft weiss überhaupt nich mal, aus welchem Dorf das künftige Gemeinschaftsmitglied stammt. Trotzdem sind alle saumässig gut drauf, schliesslich gibts nicht jeden Tag sowas zu feiern. Kaum angekommen, bewegt sich die Männerschar, inklusive verschleiertem Bräutigam in einer kleinen Sänfte, Richtung Hochzeitsbus. Wir erfahren, dass sie kurz mal die Braut holen gehen wollen. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen. In der dreitägigen Hochzeitszeremonie ist der zweite Tag der Wichtigste. Nach separaten Vorbereitungsriten an beiden Orten wird nun die Zusammenführung des Brautpaars und deren Güter offiziell und traditionell vollzogen. Am folgenden Tag wird die Braut in ihren neün Umfeld eingeführt.

Der klapprige Schulbus ist bereits inklusive Dach berstend voll. Ein älterer Herr im blaün Anzug, gelb angemaltem Gesicht, Sonnenbrille und Pelzmütze organisiert und mit gebieterischer Stimme einen Sitzplatz. Die ganze Aufmerksamkeit ruht wieder auf uns. Die Typen haben alle glänzende äuglein, als sie meine ëEhefrauí sehen. Die Paarnummer geben wir durch, damit sie von Anmachversuchen und Berührungen einigermassen verschont bleibt. Kaum fährt das Wrack los, schwenkt die Aufmerksamkeit auf die Rythmen der Trommeln und Klarineten und auf die Texte der laut gesungenen Folk-Songs. Der ganze Bus scheint sich in diesem ohrenbetäubenden Rythmus zu bewegen. Einzelne beginnen wild zu tanzen. Vor und hinter uns fahren mehrere Jeeps mit mindestens jeweils zwanzig Personen beladen und behangen, laut hupend und schreiend kreuzen wir andere Busse wo ebenfalls wilde Feiern abgehen. Die Braut wohnt nicht gerade im nächsten Dorf. Nach etwa zwei Stunden befinden wir uns auf einem wundervollen, leicht gewellten Hochplateau mit bezaubernden Terrassen voller Weizen und grünen Wiesen. Mitten in der Landschaft steht ein grösserer Durga-Tempel, daneben eine uralte, leicht schiefe Stupa, die wahrscheinlich seit Jahrhunderten schon dort steht. Der Bräutigam wird auf einen gestlich geschmückten Esel verfrachtet, die Hochzeitsgesellschaft mit den Flaggen der Familie und der Kaste sowie verschiedenen Truhen, trottet gemächlich in Einerkolonne an diesem sonnigen Vormittag durch die Felder Richtung weit entfernter Siedlung. Die Musik spielt wie wild, viele tanzen. Wir treffen auf die Gesellschaft der Braut und werden freudig und herzlich empfangen. Unbekannte treffen auf Unbekannte. Aus grossen Kannen wird der Chai ausgeschenkt, Süssigkeiten und Knabberzeug auf kleinen Schalen gereicht, Sitzgelegenheiten auf einem Teppick am Boden angeboten. Selbstverständlich ist man um die seltenen Westler wieder speziell bemüht, was uns ganz und gar nicht recht ist. Wir sind lediglich Auserwählte mit der Erlaubnis, an dieser jahrtausendealten Zeremonie teilzunehmen.

Gerade als die Männer zur Musik zu tanzen beginnen und uns freundlich aber bestimmt auffordern, eine Runde mitzushaken, werden wir informiert, dass die Zeremonien jetzt im Gange sind. Schnett befreien wir uns von unseren Peinigern und folgen den glitzernd farbigen Girlanden zum ausladenden Vorplatz des alten Bebäudes aus massiven Steinen. Die Steintreppe zu den Wohnräumen ist komplett von Fraün belegt. Eine Pyramide aus Farben, durchsetzt mit sonnengegerbten Gesichtern. Alte und junge Fraün mit riesigen goldenen Nasenreifen, Kindern auf der Schoss oder an der Brust. Alte Weiber in neon-leuchtenden Saris. Wir können uns an diesem Bild nicht stattsehen. Es ist wie ein Gemälde, perfekter als man es je arrangieren könnte. Ich mache eine Aurfnahme und weiss schon beim Drücken des Auslösers, dass dieses Bild nie die Stimmung vermitteln wird. Die Landschaft, das Haus mittendrin, die Leute, die Musik. Gibt es etwas farbenfroheres als eine Kumani-Hochzeit?

Der Bräutigam wird derweil von einer Gruppe besonders schön gekleideter Mädchen umschwärmt, die abwechselnd vor ihm in die Knie gehen und ihn danach mit Blumen und Reis überschütten. Zwei Pandits beginnen mit der religiösen Zeremonie, die mit viel Gequatsche, Gelächter und ohne grosse Beachtung vieler Gäste vor sich geht. Rituale mit Geld, Esswaren und anderen Symbolen werden mit rezitierten Texten aus alten Büchern nach alter Art zelebriert. Keiner weiss so richtig, worums eigentlich geht, es ist halt eben einfach so.

Zwischendurch gibts Mittagessen. Wir sitzen auf niedrigen Holzbänken auf einem Platz, der von grossen Tüchern umgeben ist. Das Essen steht in riesigen Bottichen bereit. Während Männer daraus das Essen in Kübel abfüllen und mit Schöpflöffeln auf die Aluminium-Terller klatschen. Der Food ist für indische Verhältnisse vom Feinsten, die Familie lässt sich nicht lumpen. Fette Puris und viel Ghee in den Gerichten gilt in Indien als Festessen. Es wird in Schichten gegessen, von Gemütlichkeit keine Rede. Jeder haut die Mahlzeit mit den Fingern rein und verschwindet anschliessend wieder. Auch hier sind wir, wie scheinbar während der ganzen Hochzeit, der Mittelpunkt. Ich mag es nicht, nur wegen meiner Hautfarbe etwas Anderes zu sein. So werden wir ständig angequatscht und ausgefragt. Meistens reicht es nicht zu mehr als nach Name und Land zu fragen. Von kleinen Kindern, Jugendlichen, jungen Flegeln, alten Greisen, Business-Leuten, Besoffennen bis zum Pandit selber will jeder mit uns ein paar Worte wechseln. Am Anfang ist das ja ganz lustig. Die Gesellschaft scheint, der Kaste entsprechend, gesittet zu sein und die Privacy der Ausländer einigermassen zu respektieren. Mit der Zeit gehen einem die immer gleichen Fragen und Reaktionen auf die Antworten auf den Wecker. Vorallem können die einzelnen Gesprächspartner für Ewigkeiten bei einem stehen ohne zu realisieren, dass sie uns gewaltig auf die Nüsse gehen. Manche der jungen Männer werden langsam betrunken und fangen an, dreist nach Fotos zu verlangen oder starren beim idiotischen Gebrabbel gierig auf Tabea. Wir geben uns konseqünt als Ehepaar aus, denn die sexüll völlig irritierten Inder sehen grundsätzlich in jeder weissen Frau eine Art Nutte. Tragisch aber bittere Realität. Also ich würde wahrscheinlich nicht alleine als Frau in Indien reisen. Trotzdem lassen wir uns von diesen Energy Succers und Ball Breakers nicht beeindrucken und tauchen voll in die Atmosphäre der Hochzeit ein.

Mittlerweile ist die Braut aufgetaucht und sitzt nun mit dem Bräutigam in der Mitte des Platzes vor den beiden Pandits am Boden. Offensichtlich ist es nicht der schönste Tag im Leben der Braut. Sie scheint völlig abwesend, weint zwischendurch, während eine Freundin, die ständig auf sie einredet, sie zu beruhigen versucht. Kein Wunder. Sie wird ab heute ein Leben lang mit einem Mann zusammen sein, den sie nicht kennt und an einem Ort wohnen, den si enoch nie gesehen hat. Und es gibt keine Zurück ohne Ausstoss aus der Gesellschaft. Ihr ganzes Leben hat sie mit ihrer Familie auf dem Hof verbracht und gearbeitet. Die Zukunft scheint ihr wohl mehr als ungewiss. Wird mich mein Mann achten oder schlagen? Werde ich einen Sohn gebähren und so der Familie Achtung verschaffen und die Zukunft sichern? Ich leide mit ihr, finde in diesem Moment dieses indische System abscheulich und menschenunwürdig. Im verlaufe des Tages habe ich aber mehrmals die Gelegenheit, in Gesprächen auf die Problematik der arrangierten Hochzeit einzugehen.

Jeder bestätigt mir, dass die Reaktionen der Braut absolut natürlich und verstandlich sind. Bald werde sie sich aber in ihrer Rolle einleben und ein glückliches Leben führen. Mehrmals höre ich einen Ehemann unter den Augen der Ehefrau sagen, dass sie das einizige und liebste sei, das er auf der Welt habe. Wann habe ich das zum letzten Mal im Westen gehört? Jedenfalls herrscht nach wie vor die feste Meinung, dass eine arrangierte Heirat eine viel festere Basis hat, als eine Heirat, die aus Liebe geschlossen wurde. In Indien ist es bestimmt so.

Der Bräutigam strahlt derweil um die Wette und sieht weder brutal noch bescheürt aus. Obwohl der goldene Helm aus Pappmache und die Halskette aus 10 Rupee-Noten eindeutig darauf hindeuten würde. Er versucht, sich auf die Zeremonie zu konzentrieren, wird aber ständig durch sprücheklopfende Freunde aus dem Konzept gebracht. überhaupt geht es so gar nicht andächtig zu. Alle Leute quatschen, scherzen, rufen einander zu, die Musik spielt wilde Melodien, Leute tanzen, dazu ein ständiges Kommen und Gehen und die beiden Pandits, die gerne ein bisschen mitscherzen, bringen auch nicht gerade Ruhe ins Geschehen. Deep beliefert uns ständig mit Erklärungen und Hintergrundinformationen, damit wir einigermassen auf der Höhe sind, was hier eigentlichabgeht. Die Braut wird mit dem Bräutigam mit einem Band symbolisch verbunden, danach folgen verschiedenste gemeinsame Rituale, die eigentlich niemand so richtig versteht. Die Braut hat sich ziemlich erholt, lächelt zwischendurch oder schaut in die Menge. Wir quatschen gerade mit einen Energie Succer, der auf jede Frage mit HAI! Antwortet, weil er in einer japanischen Firma arbeitet, als die Zeremonie beendet ist und die Braut auf eine Sänfte mit vier Trägern verfrachtet wird.

Unsere Männergesellschaft verlässt langsam den Platz des Geschehens, wobei sich die Stimmung der Angehörigen der Braut schlagartig ändert. Alte Weiber fangen zu schluchzen an, schaün verzweifelt der Sänfte nach, die Braut verschleiert weinend ihr Gesicht, eine grosse Traurigkeit wirft ihren Schatten über die einfachen Baürn. Schweigend stehe sie Spalier und nehmen von ihrer Tochter Abschied. Die Hochzeitsgeschenke werden inklusive der Wohnungseinrichtung von zig Leuten davongetragen, eine vollgepackte Karavane, der Bräutigam auf dem Esel, die Braut in der Aasenfte, kehrt wie nach einem Beutezug im Gänsemarsch über die leicht hügeligen, weiten Felder nach Hause. Die Zurückgebliebenen haben sich in einer grossen Traube auf der Maür vor dem Haus versammelt und schaut den Raubrittern wortlos zu. Ich bin überwältigt von dieser Situation. Noch nie konnte ich die Menschen in Indien so nahe spühren. Ich bin den Tränen nahe. Was für eine Szene. Alles echt, hier und heute im 21. Jahrhundert.

Auf der Rückfahrt ist im klapprigen Schulbus wieder der Teufel los. Die Band fetzt weniger harmonisch dafür umso lauter los und die Jungs rocken ab wie die Medizinmänner. Der ganze Bus voller Männer scheint ziemlich angedüddelt zu sein, obwohl man niemanden Alkohol trinken sah. In Indien passiert das meistens versteckt und illegal. Eine frühpubertäre Elviskopie mit Lederjacke und Sonnenbrille macht uns ständig blöd an, was wir zürst ignorieren, dafür danach ziemlich harsch reagieren. Beim Chai-Stop wird dann das kleine Arschloch in einen Jeep verfrachtet und abgecheckt, ob unser innerer Frieden in irgendwiner Weise beeinträchtigt wurde. Dafür heftet sich bei der Weiterfahrt ein junger Klugscheisser an meine Seite, der mir alles erzählt, was er auf englisch weiss, sich als Sohn des hiesigen Bankdirektors ausgiebt und mich zu einem Besuch bei ihm nötigen will. Ich muss dann seinen Namen, seine Telefonnummer und sondst irgendwelchen Scheiss auswenig lernen, weil er sonst das Gefühlt hat, dass ich bescheürt bin. Heute bleibt mir auch gar nichts erspart.

Nach einem halsbrecherischen Abstieg über ein steiniges und steiles Weglein präsentieren wir unsere Beute stolz der wartenden Fraünschar. Alle wollen die Braut sehen, das neü Mitglied der Gemeinschaft, das ein Teil ihrens Lebens sein wird. Sofort wird wieder getanzt und gesungen. Wir versuchen uns im allgemeinen Trubel vor den Besoffenen Schwätzern und Grabschern zu retten. Deep greift uns auf und bringt und in einen Raum, wo die Inauguration der Braut in die Gemeinschaft der Fraün zelebriert werden soll. Der Raum ist, wie kanns anders sein, voller Fraün, ich fühle mich diesmal fehl am Platz, will zürst umkehren, werde dann sogleich auf einen Stuhl verfrachtet. Um Tabea scharen sich ein paar junge Mädchen und fangen an zu plaudern. Die Weiberschaar hat sich am Boden um die Braut versammelt. Zum Klang einer alten Trommel singen die Fraün ergreifend schöne Lieder, beginnen danach der Reihe nach vor der Braut zu tanzen. Wie anmutig und würdevoll indische Fraün doch sind. Keinen indischen Mann habe ich je so viel Natürlichkeit und offenheit ausstrahlen sehen wie diese Fraün in ihren prachtvollen Hochzeitssaris, die für die Braut tanzen, um sie auf mitfühlende Art und Weise in ihrer Runde mit offenen Armen willkommen zu heissen. Die Intimität dieser Szene ist schlicht ergreifend. Ich werde mir des Privilegs bewusst, einem solchen Ritual beiwohnen zu dürfen. Ich erlebe indische Fraün, wie nich zuvor und dieser Einblick lässt mich vermuten, dass Indien mit Fraün an der Macht ein besseres Indien sein würde. Vorallem wenn ich daran denke, dass sich in diesem Moment alle Männer draussen besaufen, rumgrölen und dreckige Witze erzählen.

Es ist still geworden, die Gäste sind gegangen, wir sitzen auf einer Maür mit ein paar alten Männern und verschlingen Puris. Es sind nur noch Familienmitglieder anwasend und langsam bekommen wir einen überblick, wernun wer ist. Wir sprechen mit dem einen oder anderen Onkel oder Bruder. Für die Braut und auswärtige Angehörige wird je ein Fraün- und Männerschlafzimmer hergerichtet. Wegen des vielen Essens wimmelt es in beiden Zimmern von Fliegen. Egal, wir bekommen gute Decken und wer hat schon mal die Gelegenheit, die erste Nacht mit einer Braut in ihrem veün Heim zu verbringen. Des Morgens inspizieren wir das grosse Anwesen der Familie, sehen die Mutter im Festttagssari mit beiden Armen auf dem Boden Kuhfutter mischen und quatschen mit allerlei Leuten. Die Braut pilgert schon wieder im Vollschiss mit einer Schale voller Opfergaben auf dem Anwesen rum, während sie von trötenden und klingelnden Fraün begleitet wird. Das ist die Zeremonie des ersten Gangs der Braut zur heimischen Wasserqülle. Einarbeitung auf indisch.

Heute wird noch den ganzen Tag gefeiert. Wir haben genug für den Moment. Zuviele Eindrücke und Emotionen, die zürst verarbeitet werden müssen. Ausserdem haben wir keinen Bock darauf, noch einmal diesen Schwärmen von Nervtötern ausgesetzt zu sein. Zum Abschied erhalten wir noch eine Mini-Puja im Haustempel und machen uns dann wieder auf den Weg den steilen Hügel noch Richtung Tippi.

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      "Toms Reisen" © by Tom Schaich