Copyright © 2000 by Tom Schaich

IMPRESSIONEN AUS PAKISTAN, Gilgit, 21. August 2000

Im Bedford Truck den Karakorum Highway hoch

Ich weiss nicht, ob es massive Selbstüberschaetzung oder reine Abenteuerlust war, die mich dazu bewogen hat, den Weg von Madyan nach Gilgit im hohen Norden auf eine etwas andere Art zurückzulegen. Vielleicht wollte ich auch einfach nur die Gastfreundschaft der Muslims gegenueber Reisenden, die im Koran einen gesten Platz hat, auf die Probe stellen.

So beschloss ich, einfach mal loszumarschieren, mit der Gewissheit, dass ich die rund 400 Kilometer wohl kaum zu Fuss schaffen würde. Mittlerweile habe ich das Gewicht meines Gepäcks so stark reduziert, dass ich damit problemlos einige Kilometer weit marschieren kann. Weit kam ich zunächst nicht. Auf einer Strecke von gut 500 Metern nötigten mich zwei Ladenbesitzer Tee und Cola zu trinken und wollten mir , nachdem die ganze Nachbarschaft zusammengelaufen war, ein Bus organisieren und gleich noch das Ticket bezahlen. "Keine oeffentlichen Transportmittel" war meine Devise, so war es gar nicht so einfach, mich von dieser Bemutterung zu befreien. Die Tradition verlangt es, den Reisenden zu bewirten, ihm Unterkunft zu gewähren und sicherzustellen, dass seine Weiterreise gewährleistet ist.

Ich schaffte es, wieder auf die Landstrasse zu kommen und schlug alle weiteren gutgemeinten Einladungen aus. Bald treffe ich auf zwei Wandersleute, die zum nächsten Dorf unterwegs sind. Wir gehen ein paar Kilometer zusammen, bis die beiden einen Pick up anhalten, der uns einige Kilometer weiter bringt. Bald treffe ich auf einen kleinen Kiosk mitten in der Landschaft, der von sage und schreibe acht Brüdern geführt wird. Diesen Umstand finde ich so urkomisch, dass ich einige Zeit mit der Bruderschaft verbringe und sie mich noch zum Essen einladen. Keine Transportmöglichkeit vor Einbrunch der Dunkelheit und ich habe noch den 2130 Meter hohen Shanglapass vor mir. So stoppen die Brüder für mich einen bereits ueberfüllten Flying Coach.

Auf der Fahrt unterhalte ich mich mit einem Mitreisenden und als ich bei der Endstation bezahlen will, hat dieser das für mich bereits getan. Ich befinde mich in einem kleinen Kaff, gut 25 km von Beaham am Karakoram, meinem Etappenziel für heute, entfernt. Es ist dunkel, kein Bus fährt mehr, und ich stehe auf der staubigen Strasse. Selbstverständlich nicht lange. Wenige Minuten später sitze ich in einem privaten Toyota Corolla, der mich auf der superschlechten Strasse durch die Berge nach Besham fährt.

Besham

Dort beginnt mein eigentlicher Plan. Ich will von diesem wichtigen Ausgangspunkt zur Durchquerung des Himalayas, auf dem Karakorum Highway, mit einem Truck nach Gilgit hoch fahrten. Aber nicht in einem gewoehnlichen Truck. Es soll einer dieser atemberaubend schönen und kunstvoll verzierten alten Bedford Trucks sein, die es in dieser Variante nur in Pakistan gibt. Auf den ersten Teilerfolg meiner Reise gönne ich mir zuerst mal ein nettes Hotelzimmer und ein feines Nachtessen.

Durch die Hitze und Nervosität kann ich kaum schlafen, stehe um 5 Uhr auf, packe den Rucksack, stelle mich an die einzige Tankstelle und warte. Bis mir der Stoffhändler von nebenan einen Stuhl und Getränke anbietet und wir angeregt diskutieren. Dazwischen studiere ich das Leben auf den Strassen von Besham. Ein staubiges Nest, dass fast nur aus einer einzigen Strasse besteht, dem Karakorum Highway eben, der hier aber gar nicht so grossartig und sagenumwoben aussieht, wie sein Name klingt. Einige Waffenlaeden, in denen es von der Kalashnikov bis zur AK-47 alles zu kaufen gibt, vis-à-vis das Regionalbüro der Mujahideen. Waffenhändler und Terroristen grüssen freundlich. Also nichts zu befürchten. Dafür kein Truck weit und breit.

Im Stoffladen gehen die Leute ein und aus. Nicht, um etwas zu kaufen, sondern um ein bisschen zu plaudern und einen Chai zu trinken. Nach und nach lerne ich das halbe Dorf kennen. Die meisten davon Händler, die an dieser strategisch wichtigen Position Geschäfte mit Schmuggelware aus China betreiben. Ältere, würdevolle und gebildetete Herren, die nie müde werden Fragen zu stellen, interessiert meinen Erzählungen zuhören und meine Ansichten zum Thema Religion und der sozialen Entwicklung im Westen mit Erstaunen aufnehmen. Was aber partout keiner begreifen will ist, warum ich mit einem dieser museumsreifen Trucks die alte Seidenstrasse hochfahren will. Da gibt es doch ausgezeichnet gefederte, gepolsterte, klimatisierte und vor allem schnelle Tourbusse. Die Herren wollen mir sogar das Geld für die Fahrt im Bus geben. Auch die Erklärung, dass ich eine Fahrt in einem Lastwagen viel schöner finde, hilft nichts. Mir bleibt nichts anderes übrig, als eine Geschichte zu erfinden, die meinen Entschluss bekräftigt.

Also erzähle ich, dass mein Vater ein alter Lastwagenfahrer sei und ich schon als Kind ueberall hin mitgefahren sei. Als ich dann beschloss, nach Pakistan zu reisen, musste ich meinem Vater versprechen, den Karakorum mit einem der weltbekannten Bedfords zu befahren. Die Männer mit den grauen Bärten beginnen zu strahlen, umarmen mich, schuetteln mir die Hände, klopfen mir auf die Schulter oder haben Tränen in den Augen. Da habe ich vielleicht etwas zu dick aufgetragen. Das Versprechen gegenueber dem eigenen Vater ist hier sowas wie heilig. Jedenfalls beginnen heftige Diskussionen auf Urdu. Anschliessend werden Boten zu allen Reparaturwerkstaetten, Transportfirmen und zur Tankstelle gesandt, mit der Mitteilung, dass jemand unter allen Umständen mit einem Truck nach Gilgit muss, und jeder Truckfahrer nach dem Zielort gefragt werden soll.

Mittlerweile sitze ich im Hotel des hiesigen Fürsten, dem ganze 20 Busse, 5 Hotels, 2 Trucks und die regionale Pepsi-Vertretung gehört und werde wie ein hoher Gast bewirtet. Ab und zu kommt ein Chauffeur vorbei und sagt, dass er zwar nicht nach Gilgit fahre, mich aber trotzdem mitnehmen möchte. Es scheint wie verfllucht an diesem Tag, niemand scheint nach Gilgit zu fahren. Die Stunden vergehen. Draussen verlässt ein Bus nach dem anderen Besham in die gewünschte Richtung. Ich denke daran, dass ich in zwei Tagen oben sein muss, um mich mit Tony zu treffen. 20. Juli um 11 Uhr vor dem Postamt in Gilgit, meine einzige Chance, den China-Trip gemeinsam zu machen. Nun kann ich aber nicht plötzlich sagen, dass ich trotzdem den Bus nehme, was wäre dann mit dem vermeintlichen Versprechen gegenüber meinem Vater? Scheissstory. Ich warte geschlagene acht Stunden bis ein rundlicher, bärtiger Chauffeur in schmutzigen Shalwar Quamiz auftaucht und sagt, dass er bis Jaglot hochfährt. Von dort sind es nur noch 50 km bis ans Ziel!

Ich badanke mich bei allmeinen Gastgebern und Helfern, schnappe mein Gepäck und stehe vor "meinem" Bedford, farbig bemalt mit Blumen, Adlern, Raketen, behangen mit hunderten von klimpernden Ketten, Fähnchen, Spiegeln und Metallplättchen. Das Führerhaus aus reichverziertem Holz, Schnitzereien im alten pakistanischen Stil. Oberhalb der Führerkabine befindet sich ein mächtiger Ausleger aus Holz, der reichverziert, wie ein Dach bis über die Motorhaube in den Himmel hochragt. In diesem Ausleger ist genügend Platz für einen blinden Passagier, so klettere ich die Kabine hoch und beziehe auf etwa vier Metern Höhe meinen fahrenden Adlerhorst. Mit dicken Decken bereite ich mir ein aeusserst gemuetliches Lager in luftiger Hoehe mit 360 Grad Ausblick. Es kann losgehen!

Karakorum Highway

Die Bedford Trucks stammen ursprünglich aus England und werden in Pakistan in Lizenz hergestellt. Und vorallem in speziellen Werkstätten von Künstlern umgebaut. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei guten Strassen vielleicht 60 km/h, meistens sind es, vor allem auf der Seidenstrasse, 5 bis 10 km/h. Dafür können sie ungeheure Lasten transportieren und scheinen unzerstörbar zu sein.

Könnt ihr euch etwas schöneres vorstellen, als mit einem solchen Dinosaurier eine der ältesten Handelsstrassen der Welt, vor Jahrtausenden von arabischen Händlern gegründet, mitten durch den Himalaya zu fahren? Die Strasse ist ungefähr so breit, dass sich zwei Fahrzeuge knapp kreuzen können, an manchen Stellen kaum breiter als unser Bedford und wurde in jahrzehntelanger Arbeit aus dem Felsen gesprengt. Man sagt, dass es pro Kilometer einen Toten bei den Arbeiten gegeben haben soll. Früher dienten auf dem schlecht ausegbauten Weg Kamele und Maultiere, später einfache Karen als Transportmittel.

Vor etwa 20 Jahren haben die Pakistanis mit Hilfe der Chinesen den Pfad in eine mit Lastwagen befahrbare Strasse ausgebaut und seit ein paar Jahren ist die auch für den Personentransport geöffnet. Von Islamabad bis Kashgar in China wird die alte Seidenstarsse nun Karakorum Highway genannt und gilt als eine der schönsten und eindrucksvollsten Strassen der Welt. Dass der Himalaya lebt und ständig wächst wird einem auf dem Karakoram deutlich bewusst. Oft verhindern Steinschläge und Erdrutsche die Durchfahrt, ständig treffen wir auf Bulldozer, die heruntergesturerztes Gestein wegräumen, dazwischen fahren wir durch kleine Flüsse, die durch das Schmelzwasser der Gletscher und des Schnees im Sommer entstehen.

Die beiden Brüder Ali Mohammad und Palavan kennen den Weg im Schlaf und verrichten ihren Job ensprechend dem Fahrzeug in aller Ruhe. Ungefähr jede Stunde wird an einem Fluss angehalten um dem Motor eine kurze Pause zu gönnen und ihm mit Qüllwasser zu begiessen. Dazwischen halten wir an um Chai zu trinken oder ausgiebig zu essen und danach im Schatten Siesta zu machen. Die beiden sprechen, wie alle anderen Fahrer die ich antreffe, kein Wort englisch. Dennoch verstehen wir uns ausgezeichnet und haben bei unseren Konversationen viel zu lachen.

Da sitze ich nun auf dem Dach und komme mir vor, wie auf meiner Schiffsreise. Alles ist unglaublich langsam, die meiste Zeit sind wir im Schritttempo unterwegs. Ich habe genügend Zeit, mir die Umgebung anzuschaün. Und die sit wirklich sehenswert. Die Strasse schlängelt sich dem Indus, Pakistand wichtigstem und grössten Fluss entlang. Oft habe ich das Gefühl, den Kopf einziehen zu müssen, da gerade nur soviel Fels aus dem Berg gehaün wurde, dass ein Lastwagen durchfahren kann. Neben der Strasse geht es teilweise hunderte von Metern senkrecht runter zum Fluss. Auf der anderen Seite erheben sich mächtige Berge in bizarrsten Formen steil in die Höhe.

Anfangs sind die Berge teilweise bewaldet oder mit grünen Terrassen bepflanzt, je weiter wir kommen, desto kahler wird die Landschaft. Im Tal des vom Gletscherwasser milchig weissen, reissenden Flusses bilden sich an manchen Stellen weisse Sandstrände, an andren Orten grüne Oasen, die von Farmern bewohnt und bepflanzt werden. Zwischendurch werden die Täler breiter und bieten eine kilometerweite Aussicht auf den Indus und den Karakorum.

Oft sind kleine Siedlungen hoch oben in den Bergen erkennbar, und mir ist unerklärlich, wie Menschen in dieser unwirtlichen Umgebung leben können. Es wird Nacht, wir halten in einem Restaurant, stellen nach dem Nachtessen ein paar Pritschen hinter den Truck, den wir direkt am Karakorum geparkt haben und schlafen ein paar Stunden.

Jaglot

Gegen drei Uhr morgens gehts weiter. Der Himmel ist voller Sterne, die dünne Sichel des Mondes wirft ein schwaches Licht auf den Indus tief unter uns und die gewaltige Kulisse der Berge. Traum oder Wirklichkeit? Die Luft ist warm, die weite der Berge scheint unendlich. Habe ich jemals so etwas erlebt? Es wird heller, die Sonne wirft ihre ersten Strahlen auf die Gipfel der umliegenden Sechstausender, schnell wird es wärmer.

Wir Frühstücken ausgiebig und danach wirds verdammt heiss auf dem Dach. Ich wickle meinen Kopf in einen mächtigen Turban und versuche, mich so wenig aols möglich zu bewegen. Das bisschen Fahrtwind ist brennend heiss. Die Täler werden breiter, kaum Vegetation, Geröllwüste, ich habe das Gefühl, wir kommen nicht vom Fleck. Ständig muss der Motor mit Waser übergossen werden, ich trinke ununterbrochen Wasser, weil es nichts anderes gibt, dass milchig graue Flusswasser direkt aus dem Indus. Wir werden von einer Polizeipatrouille angehalten.

Die Typen spielen sich mächtig auf, erzählen mir, dass es verboten sei, auf dem Dach mitzufahren. Meine Halskette mit dem Meteoriten von Bibi und den Fingerring mit dem Rubin gefällt ihnen aber ganz gut. Wenn ich ihnen beides überlassen würde, könnten sie noch mal ein Auge zudrücken, sonst müsste ich hier mitten in dieser unwirtlichen Steinwüste bleiben. Ich werde ziemlich sauer. Hab schon viel von der korrupten Polizei Pakistans gehört, einem Überbleibsel vom gestürzten Backshish-Spezialisten Nawaz Sharif. Ich erkläre ihnen, dass ich lediglich das voll und ganz geniessen möchte, was Allah dem Volk von Pakistan geschenkt hat und wenn Allah will, wird er mich auch sicher ans Ziel bringen. Inshallah, nennt sich das. Die Bullen schauen mir tief in die Augen, lächeln und sagen, ich solle mich aus dem Staub machen. Ich wische mir den Schweiss von der Stirne und klettere hurtig zurück in einen Adlerhorst.

Gegen Abend lässt die Kraft der Sonne endlich ein bisschen nach, das Licht wird weicher und lässt die umliegenden Berge in allen Farben erscheinen. Ich habe gerade "The Dark Side of the Moon" von Pink Floyd in den Walkman geschoben und einen Spliff in den Fingern, als wir die Spitze einen Passes erreichen. Auf der anderen Seite breitet sich eine Szenerie vor mir aus, die mir den Atem stocken lässt. Ein kilometerlanges, breites und kahles Tal, der Indus, der sich gut 50 Meter tiefer senkrecht durch den Felsen gefressen hat und sich bis zum Horizont schlängelt. Und dahinter der gigantische, 8600 Meter hohe schneebedeckte Gipfel des K2, des zweithöchsten Berges der Welt.

Weitere Schneegipfel, alle um die 7000 Meter vervollständigen das Panorama Richtung Osten. Ich drehe den Kopf und neben mir erhebt sich in einer Distanz von etwa 20 Kilometern der gigantische 8100 Meter hohe Nanga Parbat, dem sogenannten Killermountain, im Abendlicht. Der Himmel ist nach wie vor stahlblau, eine Herde von Schäfchenwolken gibt den nötigen Kontrast um die Szenerie absolut einmalig zu machen. Ich kann mein Glück kaum fassen.

Alles ist perfekt. Ich stehe auf dem Dach, aus den Kopfhörern klingt "For long you live and high you fly and smiles you¹ll give and tears you¹ll cry, and all you touch and all you see is all your live will ever be", ich schreie ins Tal und habe Tränen in den Augen. Wir driften eine gute Stunde durchs Tag. Die Sonne senkt sich immer mehr. Unser Bedford ist das einzige Fahrzeug in der ganzen Umgebung, kilometerweite Einöde. Die Berge erscheinen nun in einem satten Orange, die Schneegipfel leuchten richtiggehend, die Wolken sehen aus wie glühende Kohlen. Es lässt sich in Worten nicht beschreiben, was ich in diesem Augenblick fühle. Ich kome mir in diesem riesigen Tal unendlich klein vor und fühle, wie unendlich gross die Schöpfung ist. Noch Stunden nachher bin ich vollkommen benommen von diesem Erlebnis und habe das Gefühl, auf dem Höhepunkt meiner Reise zu sein.

In Jaglot angekommen, nach 38 Stunden Fahrt durch eine Märchenwelt, will mich Taj Mohammad überreden, nach Skardu mitzufahren. Ich würde nicht auf der Welt lieber tun, aber Morgen wartet Tony auf mich in Gilgit. Taj hat während der ganzen Fahrt alles Essen und sämtliche Getränke bezahlt. Ich will ihm wenigstens 200 Rupees dafür geben, er lehnt aber jegliche Bezahlung strikte ab. Wir umarmen uns brüderlich. Allah sei mit dir, lieber Taj, assalam aleikum.

Ich sitze im Restaurant am Highway, es ist mittlerweile Nacht geworden, niemand scheint um diese Zeit mehr nach Gilgit zu fahren. Ich unterhalte mich ausgezeichnet mit einer Gruppe von Fahrern und Händlern aus dem Norden. Sie überreden mich, auf einer Pritsche auf dem Dach des Restaurants zu übernachten und morgen früh mit dem ersten Transporter weiterzureisen. Wir diskutieren auf unserem luftigen Lager unter dem Sternenhimmel noch lange in die Nacht hinein und die Männer versuchen mich zu überzeugen, dass ich mit meiner Einstellung, trotz meiner Unkenntnis des Arabischen und des Korans, ein echter Muslim bin. Mit dem Argument, dass ich keine Frau zum Einsperren habe, kann ich mich aus der Affäre ziehen. Frühmorgens wird mir ein Transporter organisiert, der mich nach kurzer Fahrt nach Gilgit bringt.

Polo auf dem Shandurpass

Szenenwechsel. Dass wir den Pass erreicht haben, realisieren wir zuerst gar nicht. Wir fahren durch eine lange, breite Ebene, umgeben von Bergen, ein Blechschild sagt uns, dass wir auf dem 3800 Meter hohen Shandurpass angelangt sind. Nach wenigen hundert Metern gelangen wir zum Poloplatz, genau auf der Grenze zwischen den Distrikten Gilgit und Chitral, wie auch der Grenze zwischen dem von Pakistan administrierten Teil von Kashmir und dem eigentlichen Mutterland.

Letztes Jahr mussten aus diesem Grund die Spiele infolge Grenzgefechten mit Indien abgesagt werden. Die Situation, die wir dort vorfinden, kann am ehesten mit einem unkontrollierten Flüchtlingslager verglichen werden. Auf einer Fläche von eniem guten Quadratkilometer stehen in einem wilden Wirrwarr mehrheitlich UNHCR-Zelte. Die verkaufen die Afghanis günstig in ihren Flüchtlingslagern an der Grenze, weil sie längst in bessere Behausungen umgezogen sind. Zwischen den sandfarbenen Dächern hat sich eine Heerschaar von Restaurantbesitzrn und Händlern angesiedelt.

Clevere Geschäftsleute haben mit Kieselsteinen Mauern gebaut, diese mit Tüchern bedeckt, den Innenraum mit Teppichen und dicken Kissen ausgelegt und bieten in der behaglichen Atmosphäre süssen Tee feil. Ein bisschen weiter schneidet der Metzger einem Rind mit einem grossen Messer die Kehle durch und häutet es dann zwischen zwei Pfosten aufgespannt. Die Gemüse- und Früchtehändler werden nicht müde, den allgegenwärtigen Staub von ihren Wassermelonen, Mangos, äpfeln, Aprikosen, Pfirsichen und Pflaumen abzuwischen. Der Barbier rasiert seine Kunden vor einem Kieselsteinhaufen, an dem ein Spiegel befestigt ist, als ob er das schon immer so gemacht hätte. Köche bereiten in riesigen Kübeln auf mächtigen Feürn unmengen von Ziegencurry und Rindfleisch mit Kartoffeln zu. Ein Alptraum für Vegetarier.

Sogar ein kleiner Bazar hat sich etabliert, an dem es von Wolldecken, Zeltblachen und Kerosinlampen über Billigschmuck, Hankampfwesten und geschmuggelten Afghanteppicken bis zu Küchenuhren und Teetassen alles zu kaufen gibt. Überall brausen Jeeps durchs Gelände und wirbeln dicke Staubwolken auf. Mitten in diesem Chaos stehen wir ohne Zelt, Jeep und Schlafsack und haben wieder mal keinen Plan. Wir schauen uns in diesem Durcheinander ein bisschen um. Hier scheint es weder Campingaufsicht, Marktkommission noch Strassenpolizei zu geben. Schon bald locken uns clevere Chitralis in ihre "Hotels", die meistens aus einem rissigen UNHCR-Zelt mit Plache am Boden und einer dicken Decke drauf bestehen. Wir sichern uns einen Schlafplatz für knapp einen Franken und überlassen dort unsere Rucksacke dem Schicksal. Erst mal raus aus dem Wildwestcamp.

Etwa einen Kilometer entfernt sitzen wir schon in absoluter Stille an einem dukelblauen Bergsee, die Ufer mit saftig grünem Gras bewachsen, dahinter Teppiche von kleinen gelben Blumen mit mächtigen Kieselsteinen dazwischen. Hinter dem See erheben sich mehrere Sechstausender, mittendrin der imposante weisse Gipfel des 6500 Meter hohen Bunizom. Wir können uns von diesem Anblick nichs losreissen, kehren immer wieder zurück, um das Spiel des Lichts an den Felswänden zu verschiedenen Tageszeiten zu beobachten. Diese entdlosen Weiten hatten für mich aber einen gewaltigen Nachteil. Ich hatte Durchfall, Toiletten gab es nicht, Wasser nur an wenigen Stellen und geschützte Plätze wie Felsen oder Kieselsteinmaürn waren kilometerweit entfernt. So legte ich täglich, mit einer Wasserflasche unter dem Arm eine gawaltige Strecke zurück, immer in Konkurrenz mit den Pakistanis, die in gleicher Absicht unterwegs waren.

Nach einer einigermassen angenehmen aber arschkalten Nacht im staubigen Zelt steht uns das erste Plolspiel bevor. Das Spiel soll von Dschengis Kahn erfunden worden sein, der seinen siegreichen Reitern erlaubt haben soll, mit den Köpfen der Feinde rumzukicken. In einer leicht abgeänderten Form nennt sich das in Pakistan Freestyle-Polo und wird in den afghanischen Flüchtlingscamps noch mit Ziegenköpfen gespielt. Hier in Shandur wird natürlich ein Ball verwendet, schliesslich erwartet man General Pervez Musharraf, Aga Khan und die ganze Snobiety aus dem Punjab. Seit über fünfzig Jahren treten auf dem höchsten Pologround der Welt Teams auf Gilgit und Chitral gegeneinander an, obwohl Gilgit bis auf wenige Ausnahmen immer gewinnt.

Zuerst spielen Mannschaften aus zwei Dörfern gegeneinander. Zwei mal sechs wilde Burschen auf nervösen Pferden, die nur aus Muskeln zu bestehen scheinen. Im Hemd und Jeans, ohne irgendwelchen Schutz, jagen die Reiter, ihre Schläger mit dem langen Stiel schwingend über das Feld, versuchen mit aller Gewalt an den Ball zu kommen. Alles ist erlaubt, das spiel wird nicht unterbrochen. Ein Spieler kann sein Pferd nicht stoppen und reitet in Publikum, ein anderer wird von seinem Pferd überrollt und danach weggetragen. Scheisegal. Ein jeder will hier pakistanischer Held werden und dann in den Westen ziehen. Dennoch ist es schier unglaublich, wie diese Burschen reiten können. In der zweiten Halbzeit dann liefern sich die Kontrahenten mehrere staubige Scharmützel in grossen Gruppen. Reiter und Pferd haben sich zuvor etwas verausgabt. Gilgit gewinnt schliesslich, der beste Torschütze reitet solange mit erhobenem Stock im Galopp übers Feld, bis ihm keiner mehr zuschaut.

Zur Siegerehrung beweisen ein paar wagemutige Jungs von der pakistanischen Luftwaffe, dass die eigentlich keine Ahnung haben, wie man in einem Fallschirm oder mit einem Deltasegler von einem Berg springt und dann auch sicher landet. Der erste Fallschirmspringer segelt zum Ende des Polofelds und wird dann vom Schirm einige Meter über den Beden geschleift. Der zweite knallt aus gut zwei Metern auf den Hintern und muss weggettragen werden. Nummer Drei schwebt in eine Schar Zuschauer und wird dort von begeisterten Brüdern in Empfang genommen. Die Begeisterung lässt nach, als Deltasegler Nummer Eins nach ein paar hilflosen Steuerungsversuchen in die VIP-Tribüne knallt.

Von nun an rennt die Menge wild durcheinander, wenn ein Segler nur schon von weitem, im hilflosen Kampf mit der Aerodynamik, zu sehen ist. Ich komme mir vor wie beim Kamikazeangriff auf Pearl Harbour. Wenn die Deltas wenige Meter über den Köpfen der panischen Menge hinwegsausen, schreien die Muselmänner laut "Allah", raffen ihre Pijamas hoch und rennen noch schneller. Wir lachen Tränen, die Party hier ist wirklich erste Sahne. Am nächsten Tag spielt dann das B-Team aus den Städten Gilgit und Chitral. Es geht etwas gesitteter zu und her, das Publikum ist zahlreicher. Gilgit führt in der ersten Halbzeit 5:1.

Wir stehen auf dem Hügel mit den Chitralis, da sich die ganzen Blödmänner von Phandar auf der Gilgitseite eingefunden haben. Ja, und in der zweiten Halbzeit schiest Chitral dann acht Tore hintereinander. Wir schreien mit den Chitralis, die ihr Glück kaum fassen können, bei jedem Tor. Nach dem Sieg rennen wir mit aufs Feld und werden von der Polizei mit Stöcken und Schilden zurückgetrieben, nachdem wir die Chitrali-Reiter aus den Sätteln gehoben und durch die Menge getragen haben.

Nach drei Tagen auf dem Pass, Tag und Nacht mit Staub bedeckt, dass die Nase beim Atmen schmerzt und die Augen brennen, tagsüber der brennenden Sonne ausgesetzt, dass die Lippen aufspringen und bluten und meinen Magenproblemen bin ich so ausgelaubt, dass ich mich schnellstmöglich irgendwo erholen will. Wir kaufen günstig einen Platz auf der Bank einer Pickupladefläche,hüllen uns in Tücher und treten die staubige Fahrt nach Chitral an.

Frust in Chitral

Zehn Tage ohne vernünftiges Essen und sauberes Wasser und der ständige Durchfall haben das letzte Stückchen Energie aus mir herausgepumpt. Ich kann mich kaum mehr auf den Beinen halten, der Rucksack scheint Tonnen zu wiegen. Chitral interessiert mich nicht, ich will nur eine Dusche und ein Bett und das möglichst schnell. Das von Jacoob empfohlene Guest House ist der übelste Punjabi-Treff den ich je gesehen habe. Die nächsten 24 Stunden schlafe ich sozusagen durch, schütte dazwischen literweise Dehydrationsflüssigkeit mit Supradyn in mich hinbein.

Am nächsten Tag gehe ich ein bisschen durchs Dorf. Die Hektik macht mir zu schaffen und die Leute nerven mich in dieser Stimmung nur. Da sind wir ja ganz schön in der Scheisse. Ein langweiliger Ort, meine Darmflora am Arsch, Tony mit einer Infektion am Fuss und keine Aussicht auf Besserung. Das muss der Reiseblues sein, an einem abgelegenen Ort, umgeben von kahlen Bergen, keine Leute, die wir kennen, ein beschissenes Hotel. Und zu Hause Sommer, Grillparties, Jazz-Festivals und lauschige Abende in den Strassencafes von Basel, bevor man sich in einem trendigen Club ein paar Biere reindrückt und dann abshaked. Was mach ich denn in diesem verfluchten moslemischen Pakistan?

Die nächsten Tage verbringen wir im Hotelzimmer, schlaff, müde, demotiviert, kraftlos und unentwegt rauchend. Ein Trip zu den dunkeln Seiten des Reisens. Draussen ist es verdammt heiss, die Punjabis machen ununterbrochen Lärm. Ganze Gruppen treffen laufend von Shandur ein, bleiben ein bis zwei Tage und gehen dann zu den lustigen Leuten von Kalash weiter. Die Rumreiserei macht mir definitiv keinen Spass mehr und einen wirklich schönen und interessanten Platz, wo man einen Monat abhängen kann, scheint es in den Northern Aereas nicht zu geben.

Ziemlich enttäuschend alles hier. Ich will sauberes Essen, nette Leute und ein Paltz zum Abhängen. Chitral ist es definitiv nicht. Nach vier Tagen Gefängnis schleppen wir unsere alten Knochen ins Chinnar Inn und beziehen einen schönen Raum mit lauschigem Garten davor und verlassen unsere neue Oase der Ruhe kaum mehr. Bis auf meine Besuche im alten Fort, das schon ziemlich ramponiert unter riesigen Bäumen über dem Fluss steht. Der Zutritt ist zwar verboten, ein Wächter lässt gegen Abend aber immer das Tor offen und grüsst mich bei meinen Besichtigungen immer herzlich.

Wenn sich die Sonne senkt und golden durch die Bäume glitzerd, ist das Licht im Fort besonders schön. Die alten, teilweise zerfallenen Maürn scheinen wieder lebendig zu werden, die Mannschafts- und Offiziersunterkünfte werden mit Licht durchflutet, auf den mächtigen Bäumen tauschen tausende von Vögeln in einem ohrenbetäubenden Konzert die Neuigkeiten des Tages aus, davor donnert das milchige Gletscherwasser den Fluss runter. Der Geist des alten Forts lebt immer noch.

Gedanken zu Pakistan

Ich überlege sehr lange, was es eigentlich ist, was mich an Pakistan stört. Nehmen wir einmal das Thema Fraün in Pakistan. Eingesperrt, unterdrückt, vernachlässtigt, praktisch ohne Rechte, Sklave des Hausherren, der sich beliebig viele davon anschaffen kann. In der Öffentlichkeit gibt es keinen Einfluss der Frauen, man kann nicht mit ihnen sprechen, sie haben kein Wahlrecht und dürfen eh nur mit dem Chador auf die Strasse. Daneben die Männer, entweder kindische, eitle Machos, westlich gekleidet und gebildet, ohne jegliche Manieren.

Diese Typen interessieren mich nicht sehr, diese Frösche scheinen nur auf eine billige Art dem Westen nachzueifern, finden die Atombombe die feinste Sache seit Butthos Vater und haben den sehnlichen Wunsch, eine der westlichen blonden Nutten ins Bett zu bekommen, die sie ständig auf ihren Video Tapes sehen. Diese Idioten können mir gestohlen bleiben. Dieselbe Klasse gehirngewaschener Mittelklasse-Futzis wie in Indien. Dann die konservativen ländlichen Herren, traditionell gekleidet, mit langem Bart und Hunza-Mütze, stolz und weise aber leider kein Wort englisch sprechend.

Diese Gruppe von Leuten hat für mich eine magische Anziehungskraft. Mein Gesicht verwandelt sich sofort in ein breites Lächeln, ich hebe meine Hand zum Herz und spreche ein freundliches "assalam aleikum". Oft schütteln wir uns die Hände, strahlen uns an und tauschen Freundlichkeiten auf Urdu aus, wobei ich schnell immer zugeben muss, dass ich kein Urdu spreche. Die Händler unter ihnen stecken mir lächelnd was zusätzlich in die Tüte oder geben mir etwas spezielles zum kosten. Die paar Brocken Englisch beschränken sich auf den zuvorkommenden Service. Banalitäten wie Name, Zivilstand und Einkommen sind was für die gebildete Oberschicht. Was spielt das auch für eine Rolle. Wichtig ist, dass wir hier und jetzt susammen sind, wenn auch nur für wenige Augenblicke.

Könnte ich doch nur Urdu oder Pushtu sprechen. Was wärevon diesen erhabenen Greisen alles zu erfahren? Von ihren Bruderschaften, Fehden, Kriegen, ihren Söhnen, die als Helden bei den Mujahideen kämpfen. Von ihren Vätern, die noch Drogen, Waffen und andere Schmuggelware mit Kamelen oder Eseln von Afghanistan her über die Pässe transportierten. Aber wir lächeln uns nur an, die Geschichten bleiben mir verborgen. Ich kann den Geist dieser wilden Stammesangehörigen in dieser modernen Welt spüren, dass ich darüber nicht mehr erfahren kann, schmerzt mich sehr.

Es ist eine verbotene und verbotene Welt, in der ich mich befinde. Wir sind nur Besucher und Zuschauer, denen man einen ganz kleinen Teil einer Kultur öffnet, die so unglaublich fremt und komplex ist, dass ein Westler kaum je dahinter kommen wird. Jedenfalls als Mann nicht. Die Welt der Frauen oder der Familie bleibt für immer hinter den dicken, hohen Mauern verborgen, die jedes Haus umschliessen. Dahinter findet das wirkliche Leben statt, werden die Entscheide gefällt, der ganze Clan geherbwergt und das bewahrt, was sich islamische Kultur nennt.

Auch wir Besucher leben genauso in einem Käfig. Die Guest Häuser sind jeweils hermetisch von der Aussenwelt abgeriegelt. In der Öffentlichkeit sorgen Westler immer für Aufregung, Scharen von Kindern umstellen einem in jedem Shop und fast jeder schaut einem nach. Ruhige, abgeschiedene Plätze findet man kaum, Verabredungen mit anderen Leuten draussen in der Natur oder in einem gemütlichen Café finden aus diesen Gründen kaum statt.

Schon der Gang zum Bazar zu viert wird zum anstrengenden Spiessrutenlauf. Wie war das doch schön in Indien. Die Hindus scheinen wirklich ein Flair für aussergewöhnliche oder magische Orte zu haben und offerieren dort auch gleich einen entsprechenden Platz zum bleiben. Dazu findet das Leben in Indien überall auf der Strasse sstatt, Häuser werden sozusagen nur zum schlafen benutzt, Fenster und Türen werden schon gar nie geschlossen. Jeder kann sich beliebig am Leben des Nachbarn ergötzen, genau gleich wie der es bei seinem Nachbarn tut. Lebt man an einem solchen Ort, kann man die Grenzen für die öffentliche Teilnahme am eigenen Leben sehr einfach selber abstecken. Die Inder haben da genügend Sensibilität (und sonst kann man ihnen die unmissverständlich beibringen), auch wenn viele der überflieger, die ich angetroffen habe, anderer Meinung sind.

In Pakistan kommt erschwerend hinzu, dass die ungebildete Mehrheit der Bevölkerung mit nationalistischen und anti-indischen Parolen bei Laune gehalten wird, während die reichsten Clans mit der Regierung gemeinsame Sache machen, dabei kräftig abzocken und dadurch das schon marode Land noch mehr an Substanz verliert. Die Leute sind verbittert und ratlos, sogar der Joghurtverkäufer macht sich Hoffnungen, in den Westen zu kommen. Keiner hat einen Plan, in welche Richtung es gehen könnte, Hoffnung und Enttäuschung welchseln sich bei jedem Regierungswechsel ab. Die horrenden Ausgaben vom Staatsbudget für die Armee werden nicht nur für den Krieg gegen Indien eingesetzt.

Die gewaltigen Militärpräsenz soll auch das eigene Volk einschüchtern, um allfällige Stammesaufstände der ehemaligen souveränen Königtümern im Keim zu ersticken. Der Krieg ist schliesslich heilig und so auch die Mittel. Das scheint vorallem das Motto für die Mujahideen, die mit schwervbewaffneten Sechsjährigen und brennenden Flaggen von Indien und den USA für den Griff zur Waffe werben. Die Rekrutierungsbüros haben Hochbetrieb, es ist Kriegssaison.

Die Pässe sind für wenige Monate offen und so knallen sich die Inder und Pakistanis,die sich teilweise auf über 7000 Metern Höhe nebeneinander eingeschanzt haben, wieder gegenseitig ab wie wild. Freiwillige erhalten eine Waffe, Ausrüstung, Ausbildung und die Garantie, als Volksheld zu enden. Dazu stehen erfahrenen Kriegern die Grenzen offen. Überall wo's knallt und Muslims involviert sind, werden die Krieger unter der schwarz/weissen Flagge für gutes Geld beschäftigt. Und wer glaubt schon an eine Lösung des Kashmir- oder Palästina-Konflikts? Clinton vielleicht, den die Reichen im Lande verehren, weil er Coca Cola und CNN bringt, die Armen verabscheuen wie den Teufel persönlich, weil er alle schlechten Einflüsse aus dem Westen verkörpert. Wer in diesem Space aufwächst, wird zwingend von der herrschenden Situation beeinflusst.

Hallo Leute

Das wars wieder mal aus der Welt des Reisens. Selbstverständlich habe ich in den drei Monaten Pakistan einiges mehr erlebt als in diesen Texten erwähnt.

Wer mehr erfahren möchte, kann mir gerne unter folgender Adresse schreiben:

Tom Schaich
c/o Heinz Schaich
Hegi 390
CH- 4625 Oberbuchsiten
Switzerland

In wenigen Tagen werde ich nach China weiterreisen. Per Internet bin ich nach wie vor äusserst schwierig erreichbar. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Herbst und viele interessante Stunden.

Gruss
Tom