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Im Bedford Truck den Karakorum Highway hoch


 
   

Impressionen aus Pakistan: Gilgit, 21. August 2000

Ich weiss nicht, ob es massive Selbstüberschaetzung oder reine Abenteuerlust war, die mich dazu bewogen hat, den Weg von Madyan nach Gilgit im hohen Norden auf eine etwas andere Art zurückzulegen. Vielleicht wollte ich auch einfach nur die Gastfreundschaft der Muslims gegenueber Reisenden, die im Koran einen gesten Platz hat, auf die Probe stellen.

So beschloss ich, einfach mal loszumarschieren, mit der Gewissheit, dass ich die rund 400 Kilometer wohl kaum zu Fuss schaffen würde. Mittlerweile habe ich das Gewicht meines Gepäcks so stark reduziert, dass ich damit problemlos einige Kilometer weit marschieren kann. Weit kam ich zunächst nicht. Auf einer Strecke von gut 500 Metern nötigten mich zwei Ladenbesitzer Tee und Cola zu trinken und wollten mir , nachdem die ganze Nachbarschaft zusammengelaufen war, ein Bus organisieren und gleich noch das Ticket bezahlen. "Keine oeffentlichen Transportmittel" war meine Devise, so war es gar nicht so einfach, mich von dieser Bemutterung zu befreien. Die Tradition verlangt es, den Reisenden zu bewirten, ihm Unterkunft zu gewähren und sicherzustellen, dass seine Weiterreise gewährleistet ist.

So beschloss ich, einfach mal loszumarschieren, mit der Gewissheit, dass ich die rund 400 Kilometer wohl kaum zu Fuss schaffen würde. Mittlerweile habe ich das Gewicht meines Gepäcks so stark reduziert, dass ich damit problemlos einige Kilometer weit marschieren kann. Weit kam ich zunächst nicht. Auf einer Strecke von gut 500 Metern nötigten mich zwei Ladenbesitzer Tee und Cola zu trinken und wollten mir , nachdem die ganze Nachbarschaft zusammengelaufen war, ein Bus organisieren und gleich noch das Ticket bezahlen. "Keine oeffentlichen Transportmittel" war meine Devise, so war es gar nicht so einfach, mich von dieser Bemutterung zu befreien. Die Tradition verlangt es, den Reisenden zu bewirten, ihm Unterkunft zu gewähren und sicherzustellen, dass seine Weiterreise gewährleistet ist.

Ich schaffte es, wieder auf die Landstrasse zu kommen und schlug alle weiteren gutgemeinten Einladungen aus. Bald treffe ich auf zwei Wandersleute, die zum nächsten Dorf unterwegs sind. Wir gehen ein paar Kilometer zusammen, bis die beiden einen Pick up anhalten, der uns einige Kilometer weiter bringt. Bald treffe ich auf einen kleinen Kiosk mitten in der Landschaft, der von sage und schreibe acht Brüdern geführt wird. Diesen Umstand finde ich so urkomisch, dass ich einige Zeit mit der Bruderschaft verbringe und sie mich noch zum Essen einladen. Keine Transportmöglichkeit vor Einbrunch der Dunkelheit und ich habe noch den 2130 Meter hohen Shanglapass vor mir. So stoppen die Brüder für mich einen bereits ueberfüllten Flying Coach.

Auf der Fahrt unterhalte ich mich mit einem Mitreisenden und als ich bei der Endstation bezahlen will, hat dieser das für mich bereits getan. Ich befinde mich in einem kleinen Kaff, gut 25 km von Beaham am Karakoram, meinem Etappenziel für heute, entfernt. Es ist dunkel, kein Bus fährt mehr, und ich stehe auf der staubigen Strasse. Selbstverständlich nicht lange. Wenige Minuten später sitze ich in einem privaten Toyota Corolla, der mich auf der superschlechten Strasse durch die Berge nach Besham fährt.

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      "Toms Reisen" © by Tom Schaich